Erfahren Sie mehr über Österreich
Österreich zählt mit seinen ca. 50.000 ha, zu den kleineren Anbauländern. Aber was produziert wird, ist im internationalen Vergleich ganz vorne mit dabei. Wahrscheinlich geht der Ursprung des Weinbaus bis in die Zeit der keltischen Besiedlung zurück. Entscheidend war jedoch die Entscheidung vom römischen Kaiser Probus, Weinreben in Pannonien und Noricum anbauen zu lassen, zur Versorgung seiner Truppen. Dann kamen die Zeiten des Einbruchs des Gefolges, sowie die der Völkerwanderungen. Neue Blüte erlangte Österreich im 14. Jahrhundert durch die Benediktiner und Zisterzienser. Im 16. Jahrhundert gab es eine erste Weinbauordnung. Der Dreißigjährige Krieg machte es dem Weinbau sehr schwer. Erst danach gab es wieder eine Blütezeit unter den Habsburgern.
Der Glycerinskandal 1985 ließ Österreich nur kurz von der Bildfläche verschwinden. Auf den Skandal folgte ein europäisches Weingesetz. Erholt und mit Lust startete das neue Österreich in seine Zukunft. Heute redet kaum einer mehr über den Skandal, sondern eher von der tollen Qualität der Weine. Im noch jungen Weinbauland stößt nördliches auf südliches Klima. Donau und Neusiedlersee wirken temperaturausgleichend. Es gibt 19 Anbaugebiete und die Hauptrebsorte ist der Grüne Veltliner, welcher in bester Ausführung eine feine Frucht und Würze besitzt. Ebenfalls kultiviert werden Riesling, Welschriesling und Chardonnay.
In der Steiermark erbringt der Sauvignon Blanc ausgesprochen fruchtige und strukturierte Weine. Große Konkurrenz zur neuen Welt. Die Rotweinpalette ist reich. Weine nach Bordelaiser Art, Sankt Laurent mit unheimlicher Eleganz, Zweigelt und Pinot Noir mit Fülle und einzigartiger Blaufränkisch. Die Rotweine stammen meist aus dem Burgenland und erfreuen sich wie die wertvollen Süßweine vom Neusiedlersee reger Beliebtheit in der ganzen Welt.
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